AuthInfo / EPP-Code: Was ist das, wann nötig?
Autor: Redaktion Domeny.ForSale Veröffentlicht Aktualisiert
Kurz gesagt: Der AuthInfo-Code, auch EPP- oder Transfercode genannt, dient zur Bestätigung eines Domaintransfers zwischen Registraren. Für einen Wechsel des Hostings, der DNS-Server oder der Inhaberdaten wird er normalerweise nicht benötigt. Er sollte wie ein vertrauliches Passwort behandelt und erst angefordert werden, wenn der Transfer begonnen werden soll.
Was ist ein AuthInfo- oder EPP-Code?
AuthInfo ist eine eindeutige Zeichenfolge, die einer Domain zugeordnet ist und bestätigt, dass die Person, die den Transfer einleitet, dazu berechtigt ist. Die Bezeichnung „EPP-Code“ stammt vom Protokoll, das zur Verwaltung vieler globaler Domains verwendet wird. In der Praxis bezeichnen „AuthInfo“, „AuthCode“, „EPP code“ und „Transfercode“ häufig dieselbe Art von Sicherheitsmerkmal.
Den Code stellt der bisherige Registrar aus, also das Unternehmen, das die Domainregistrierung betreut. Er ist weder das Passwort für das Kundenkonto noch die Kundennummer oder ein Code für die Übertragung der Inhaberrechte. Wie er bereitgestellt wird, hängt vom Registrar und der Domainendung ab: Der Code kann im Kundenkonto angezeigt, an eine verifizierte Adresse gesendet oder auf Antrag ausgegeben werden.
Nicht alle Domainendungen verwenden dasselbe Verfahren. Deshalb müssen vor einem Transfer die Bedingungen des bisherigen und des künftigen Registrars sowie die Regeln der zuständigen Domainregistrierungsstelle geprüft werden.
Wann wird der Code benötigt?
Der Code wird vor allem verwendet, wenn die Verwaltung einer Domain zu einem anderen Registrar wechselt. Ein Transfer bedeutet weder einen Verkauf der Domain noch einen Umzug der Website. Es wechselt das Unternehmen, das für die Aufrechterhaltung und Verlängerung der Registrierung zuständig ist.
Beispiel: Eine Domain ist bei Unternehmen A registriert, ihr Inhaber möchte sie jedoch bei Unternehmen B bezahlen und verwalten. Er fordert daher AuthInfo bei Unternehmen A an, startet den Transfer bei Unternehmen B und trägt den Code in das entsprechende Formular ein. Je nach Domainendung kann zusätzlich eine Bestätigung per E-Mail oder im Kundenkonto erforderlich sein.
AuthInfo wird normalerweise nicht benötigt, wenn du:
- das Hosting deiner Website oder E-Mail wechselst, die Domain aber beim selben Registrar bleibt;
- andere DNS-Server oder DNS-Einträge einrichtest;
- die Kontaktdaten des Domaininhabers aktualisierst;
- die Rechte an der Domain einer anderen Person oder einem anderen Unternehmen überträgst — dafür kann eine gesonderte Abtretung erforderlich sein;
- die Domain beim bisherigen Registrar verlängerst.
Abtretung und Transfer können zusammen erfolgen, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke. Eine Abtretung ändert den Domaininhaber, ein Transfer hingegen den Registrar.
So führst du den Transfer sicher durch
Prüfe zunächst, ob die der Domain zugeordneten Kontaktdaten aktuell sind und ob du Zugriff auf das Postfach hast, das für Bestätigungen verwendet wird. Stelle außerdem sicher, dass die Domain keine Transfersperre hat. Die Bezeichnung und das Verfahren zum Deaktivieren einer solchen Sperre hängen vom Kundenbereich und der Art der Domain ab.
Gehe anschließend wie folgt vor:
- Beginne mit den Vorbereitungen vor dem Ablaufdatum der Domain, nicht erst im letzten Moment.
- Fordere den Code über den offiziellen Kontaktweg des bisherigen Registrars an.
- Gib ihn ausschließlich im Kundenbereich oder im Formular des neuen Registrars ein.
- Bestätige die erforderlichen Nachrichten und überwache den Transferstatus.
- Prüfe nach Abschluss das Ablaufdatum der Domain, die Inhaberdaten, die DNS-Einstellungen und das Verlängerungsverfahren.
Ein Registrartransfer allein ändert normalerweise nicht die DNS-Konfiguration, sodass Website und E-Mail ohne Unterbrechung funktionieren können. Davon sollte man jedoch nicht ungeprüft ausgehen: Wenn die bisherigen DNS-Server oder Dienste zum Paket des alten Anbieters gehörten, kann ihre Verfügbarkeit nach dem Transfer von den Bedingungen dieses Dienstes abhängen.
So schützt du den Code vor einer Domainübernahme
Der Transfercode sollte nur einer Person mitgeteilt werden, die den Transfer bewusst durchführt. Er sollte weder in einem öffentlichen Chat versendet noch in einem für viele Mitarbeitende zugänglichen Supportticket hinterlegt oder einem Dienstleister allein deshalb übergeben werden, damit dieser DNS ändert.
Außerdem empfiehlt es sich, das Konto beim Registrar mit einem starken, einzigartigen Passwort und, sofern verfügbar, einer Mehrfaktor-Authentifizierung zu schützen. Die Übernahme des E-Mail-Postfachs kann es ermöglichen, Vorgänge rund um die Domain zu bestätigen. Deshalb benötigt auch dieses einen eigenständigen Schutz.
Wenn du eine unaufgeforderte Nachricht über einen Transfer erhältst, klicke nicht auf die darin enthaltenen Links. Melde dich direkt im Kundenbereich des Registrars an, prüfe den Domainstatus und kontaktiere dessen Support. Falls der Code offengelegt wurde, bitte um seine Änderung oder Ungültigmachung, sofern das jeweilige Verfahren dies zulässt.
Was bei der jeweiligen Domainendung zu prüfen ist
Bearbeitungsdauer, Gebühren, Gültigkeitsdauer des Codes, Transfersperren und die Auswirkungen auf das Ablaufdatum sind bei Domains mit .pl, .com, .eu und anderen Endungen nicht einheitlich. Sie können sich auch mit den Bedingungen der Anbieter ändern.
Bestätige diese Bedingungen vor der Beauftragung des Transfers anhand der aktuellen Dokumentation der Registrierungsstelle und beider Registrare. Als praktischen nächsten Schritt prüfst du im Kundenbereich das Ablaufdatum deiner Domain, die Transfersperre und das Verfahren zur Ausgabe von AuthInfo — ohne den Code anzufordern oder weiterzugeben, bevor du einen neuen Anbieter ausgewählt hast.
