Was ist ein Newsletter und wie funktioniert er?

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Kurz gesagt: Ein Newsletter ist eine E-Mail, die an Personen auf einer Abonnentenliste verschickt wird, meist regelmäßig und zu einem bestimmten Thema. Er kann Tipps, neue Artikel, Unternehmensnachrichten oder Verkaufsangebote enthalten. Ein guter Newsletter liefert die bei der Anmeldung versprochenen Inhalte und ermöglicht es, weitere Nachrichten einfach abzubestellen.

Wie funktionieren Newsletter und Anmeldung?

Wer sich für einen Newsletter interessiert, gibt seine E-Mail-Adresse in ein Formular ein, etwa auf der Website eines Shops, Blogs oder einer Organisation. Die Person wird in die Abonnentenliste aufgenommen, also in die Liste der Personen, die sich für den Empfang angemeldet haben. Der Absender erstellt die Inhalte in einem E-Mail-Marketing-Tool und verschickt sie an die gesamte Liste oder eine ausgewählte Gruppe.

Die Anmeldung kann eine zusätzliche Bestätigung durch Anklicken eines Links in einer E-Mail erfordern. Dieses Verfahren heißt double opt-in und hilft zu prüfen, ob die Anmeldung von einer Person bestätigt wird, die Zugriff auf die angegebene Adresse hat. Es begrenzt die Folgen von Tippfehlern und Anmeldungen mit fremden Adressen, ersetzt aber nicht die erforderlichen Informationen zu den Bedingungen des Versands.

Ein Newsletter muss nicht täglich oder wöchentlich erscheinen. Er kann ein monatlicher Überblick sein oder dann verschickt werden, wenn es eine wichtige Neuigkeit gibt. Die Häufigkeit sollte dem entsprechen, was bei der Anmeldung angekündigt wurde.

Was kann ein Newsletter enthalten?

Ein Newsletter ist ein Kommunikationsformat und keine Bezeichnung für eine bestimmte Art von Inhalt. Ein Blogautor kann Kommentare und Empfehlungen verschicken, ein Shop Produktneuheiten und ein Verein Informationen zu Veranstaltungen. Die Nachricht kann für sich allein lesenswert sein oder als kurze Einführung zum vollständigen Beitrag auf der Website führen.

Eine Buchhandlung verschickt beispielsweise an jedem ersten Freitag im Monat drei Buchempfehlungen, die Ankündigung einer Autorenveranstaltung und einen Rabattcode. Wer sich anmeldet, weiß, was ihn erwartet. Die Buchhandlung hat damit einen Anlass für den Kontakt, der über eine bloße Erinnerung ans Einkaufen hinausgeht. Verspricht das Formular jedoch ausschließlich Rezensionen, entsprechen tägliche Werbenachrichten nicht den Erwartungen der Empfänger.

Vor der Anmeldung lohnt es sich zu prüfen, wer die Nachrichten verschickt, worum es darin geht, wie häufig sie erscheinen sollen und ob das Abonnement kostenpflichtig ist. Ein Newsletter kann kostenlos oder kostenpflichtig sein oder kostenlose Ausgaben mit Inhalten kombinieren, die nur mit einem bezahlten Abonnement zugänglich sind.

Wie unterscheidet sich ein Newsletter von Spam und anderen E-Mails?

Spam ist unerwünschte Kommunikation, die häufig massenhaft verschickt wird. Eine Werbung als Newsletter zu bezeichnen, bedeutet noch nicht, dass der Empfänger sie erhalten wollte. Entscheidend sind die Herkunft der Adresse, die Erwartungen des Empfängers und die Einhaltung der Anforderungen für den jeweiligen Versand.

Newsletter sind außerdem von Transaktions-E-Mails zu unterscheiden, also Nachrichten, die mit einem konkreten Vorgang oder einer Dienstleistung zusammenhängen. Eine Bestellbestätigung, ein Link zum Ändern des Passworts oder eine Versandbenachrichtigung dienen in erster Linie der Abwicklung des jeweiligen Vorgangs. Wer beim Einkauf seine Adresse angibt, stimmt damit nicht automatisch einem Marketing-Newsletter zu.

„Mailing“ ist ein weiter gefasster und nicht immer einheitlich verwendeter Begriff für den Versand von E-Mails an eine Gruppe von Personen. In der Praxis bezeichnet er häufig eine einzelne Kampagne, etwa eine Einladung zu einem Webinar, während ein Newsletter einen fortlaufenden Kontakt nahelegt. Die Grenze zwischen diesen Bezeichnungen ist jedoch nicht starr.

Auch ein abonnierter Newsletter kann im Spamordner landen. Filter berücksichtigen unter anderem die technischen Einstellungen des Absenders, die Reputation seiner Domain und weitere Signale. Die Zustimmung des Empfängers garantiert daher nicht, dass die Nachricht im regulären Posteingang ankommt.

Warum einen Newsletter anbieten?

Mit einem Newsletter kannst du Menschen erneut ansprechen, die sich bereits für ein Thema interessieren, statt allein darauf zu hoffen, dass sie deine Website wieder besuchen. Er eignet sich dazu, Beziehungen aufzubauen, Wissen zu vermitteln, über Änderungen zu informieren und den Verkauf zu unterstützen. Kostenlos ist dieser Kanal allerdings nicht: Inhalte müssen erstellt und die Liste gepflegt werden. Bei einer größeren Zahl von Empfängern oder Aussendungen fallen zudem meist Gebühren für das Tool an.

Im Vergleich zu Beiträgen in sozialen Medien hast du mehr Kontrolle darüber, an wen du eine Nachricht richtest und wann du sie verschickst. Das bedeutet aber nicht, dass du die Zustellung oder die Aufmerksamkeit der Leser vollständig kontrollierst: Eine E-Mail kann herausgefiltert, übersehen oder gelöscht werden.

Ein Newsletter ist sinnvoll, wenn es regelmäßig einen Anlass für den Kontakt gibt. Für einen Fachmann kann das ein praktischer Tipp pro Woche sein, für ein örtliches Kulturzentrum das monatliche Veranstaltungsprogramm. Wenn für jede Ausgabe erst ein Vorwand gefunden werden muss, kann ein seltenerer Versand besser sein.

Wie bereitest du den ersten Versand vor?

Für den Anfang reicht ein einfacher Plan:

  1. Bestimme die Zielgruppe und dein Versprechen. Schreibe statt „Melde dich für Neuigkeiten an“ zum Beispiel: „Einmal im Monat erhältst du fünf Ideen zur Pflege deiner Zimmerpflanzen“.
  2. Wähle ein Newsletter-Tool. Prüfe beim Anbieter, wie An- und Abmeldungen verwaltet werden, welche Versandlimits gelten und wie die aktuellen Preise aussehen. Verwende für einen Massenversand nicht das sichtbare Feld „An“, da du damit die Adressen der Empfänger offenlegst.
  3. Bereite das Formular und die Datenschutzhinweise vor. Kaufe keine wahllos zusammengestellten Adresslisten und betrachte eine öffentlich zugängliche E-Mail-Adresse nicht als Zustimmung zu Werbung.
  4. Verfasse eine nützliche Nachricht. Sorge für einen verständlichen Betreff, einen erkennbaren Absender und eine deutlich sichtbare Möglichkeit zur Abmeldung.
  5. Schicke dir selbst eine Testnachricht. Prüfe die Darstellung auf dem Smartphone, die Funktion der Links und den Abmeldeprozess.

Beim Versand von Marketingnachrichten sind die Vorschriften zur elektronischen Kommunikation und zum Datenschutz zu beachten. Dies ist eine allgemeine Information und keine individuelle Rechtsberatung: Prüfe die aktuellen Anforderungen für deine Situation anhand offizieller Quellen, darunter die Materialien der UODO und die geltenden Gesetzestexte.

Erstelle eine Probeausgabe, bevor du das Formular freischaltest. Wenn sie deiner Zielgruppe einen konkreten Nutzen bietet, kannst du leichter ehrlich beschreiben, warum sich eine Anmeldung lohnt.

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