Was ist ein QR-Code?
Autor: Redaktion Domeny.ForSale Veröffentlicht
Kurz gesagt: Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code, der Informationen in einer Anordnung aus hellen und dunklen Feldern speichert. Nach dem Scannen mit dem Handy lassen sich beispielsweise eine Webadresse, Kontaktdaten oder einfacher Text auslesen. Zum Auslesen des Codes selbst ist kein Internet nötig, eine Verbindung wird jedoch meist benötigt, um die darin gespeicherte Webseite zu öffnen.
Wie funktioniert ein QR-Code und was kann er enthalten?
Die Abkürzung QR stammt vom englischen Quick Response, also „schnelle Antwort“. Anders als ein herkömmlicher Strichcode, der aus parallelen Balken besteht, speichert ein QR-Code Daten in zwei Dimensionen. Dadurch passen mehr Informationen auf eine kleine Fläche.
Die charakteristischen großen Quadrate in drei Ecken helfen dem Lesegerät, die Position und Ausrichtung des Codes zu erkennen. Die Software analysiert die übrigen Felder und rekonstruiert die gespeicherten Daten. Ein Fehlerkorrekturmechanismus ermöglicht das Auslesen trotz teilweiser Beschädigungen, garantiert aber nicht, dass der Code bei beliebiger Verschmutzung oder Verdeckung funktioniert.
Ein QR-Code kann unter anderem Folgendes enthalten:
- eine Webadresse, also eine URL;
- Text, beispielsweise eine Produktidentifikationsnummer;
- eine Visitenkarte mit Kontaktdaten;
- den Namen eines WLAN-Netzwerks und die für die Verbindung benötigten Daten;
- Daten zum Vorbereiten einer E-Mail oder SMS.
Die App, die den Code ausliest, entscheidet, wie sie die Daten darstellt und welche Aktion sie vorschlägt. Ein Code mit einer Webadresse enthält nicht die gesamte Website — er ist eher eine Abkürzung dorthin, ähnlich wie ein Link in einer Nachricht.
Wie scannt man einen Code mit dem Handy?
Bei vielen modernen Handys genügt es, die Kamera zu öffnen und auf den Code zu richten. Sobald das Gerät den Inhalt erkennt, zeigt es eine Benachrichtigung oder eine Schaltfläche an. Du musst kein Foto aufnehmen: Meist reicht es, auf den Vorschlag zum Öffnen des Links oder zum Anzeigen der Informationen zu tippen.
Wenn die Kamera nicht reagiert, prüfe, ob das Scannen von QR-Codes in ihren Einstellungen aktiviert ist. Du kannst auch einen integrierten Scanner oder eine vertrauenswürdige App verwenden. Die genauen Schritte hängen vom Handymodell und der Betriebssystemversion ab.
Bei Problemen mit dem Auslesen sorge für ausreichend Licht, vermeide Spiegelungen und ändere den Abstand zwischen Handy und Code. Das gesamte Quadrat samt freiem Rand sollte im Bildausschnitt liegen. Ein Code, der auf dem Bildschirm desselben Handys angezeigt wird, lässt sich manchmal über einen Screenshot in der Foto-App auslesen; ob diese Funktion verfügbar ist, hängt vom Gerät ab.
Statischer oder dynamischer Code: Was ist die richtige Wahl?
Ein statischer Code enthält die Zieldaten direkt, beispielsweise die Adresse https://example.com/menu. Nach dem Ausdrucken lassen sich die in seinen Feldern gespeicherten Informationen nicht mehr ändern. Du kannst jedoch den Inhalt der Webseite ändern, die unter dieser Adresse erreichbar ist — dafür ist kein neuer Code nötig.
Ein dynamischer Code ist die gängige Bezeichnung für eine Lösung, bei der der QR-Code zunächst zu einer zwischengeschalteten Adresse führt. Der Dienst, der diese Adresse verwaltet, leitet den Nutzer zum ausgewählten Ziel weiter. Im Verwaltungsbereich des Dienstes lässt sich das Weiterleitungsziel ändern, ohne den gedruckten Code auszutauschen.
| Bedarf | Meist geeignete Wahl |
|---|---|
| Feste Webadresse oder WLAN-Daten | Statischer Code |
| Änderung der Zieladresse nach dem Druck der Materialien | Dynamischer Code |
| Geringere Abhängigkeit vom QR-Generator | Statischer Code, der zur eigenen Domain führt |
Beispiel: Ein Restaurant druckt einen Code für die Tische. Wenn die Speisekarte immer unter der Adresse /menu auf der eigenen Domain erreichbar ist, genügt ein statischer Code, selbst wenn sich Preise und Gerichte täglich ändern. Ein dynamischer Code ist dann nützlich, wenn der Inhaber Gäste später zu einer völlig anderen Adresse führen möchte.
Dienste für dynamische Codes können Scanstatistiken, Nutzungslimits oder kostenpflichtige Tarife anbieten. Prüfe vor der Auswahl in der offiziellen Preisliste und den Nutzungsbedingungen, was nach dem Ende des Abonnements mit der Weiterleitung geschieht und welche Daten erhoben werden. Ein statischer QR-Code selbst hat kein Ablaufdatum, die Webseite, zu der er führt, kann jedoch ihren Betrieb einstellen.
Wie erstellt man einen Code, der sich auslesen lässt?
Zum Erstellen eines Codes brauchst du einen Inhalt und ein Werkzeug, das ihn in ein Bild umwandelt. Übermittle keine vertraulichen Daten an einen beliebigen Generator. Wenn der Code ein WLAN-Passwort enthalten soll, ziehe ein lokal arbeitendes Werkzeug in Betracht, das keine Daten an einen Server sendet.
Das sicherste Vorgehen zur Vorbereitung des Materials umfasst nur wenige Schritte:
- Gib die endgültigen Daten ein und prüfe, ob sie korrekt sind.
- Achte auf einen starken Kontrast, am besten dunkle Felder auf hellem Hintergrund, und einen freien Rand um den Code.
- Verzerre das Bild nicht und verdecke keine Felder mit dekorativen Elementen.
- Teste den Code auf mehreren Handys und bei Druckmaterialien auch anhand eines Probedrucks in der vorgesehenen Größe.
Je mehr Daten du speicherst, desto dichter kann das Muster werden. Es gibt keine Größe, die für jede Situation geeignet ist: Ein Code auf einer Visitenkarte braucht andere Abmessungen als einer auf einem Plakat, das aus mehreren Metern Entfernung betrachtet wird. Platziere neben dem Code einen Hinweis auf seinen Zweck sowie eine gut lesbare Adresse als Alternative.
Ist das Scannen von QR-Codes sicher?
Ein QR-Code bestätigt nicht die Vertrauenswürdigkeit der gespeicherten Information. Er kann zu einer gefälschten Anmeldeseite, einer verdächtigen Datei oder einem Formular führen, das Daten abgreifen soll. Ein Betrüger kann auch einen eigenen Code auf echtes Material kleben, beispielsweise an einem Parkscheinautomaten.
Prüfe vor dem Öffnen die Vorschau der Adresse und vor der Eingabe eines Passworts oder einer Zahlung die Domain und den Kontext. Das Schlosssymbol und HTTPS stehen für eine verschlüsselte Verbindung, nicht für die Seriosität des Websitebetreibers. Öffne im Zweifelsfall die offizielle App oder gib die bekannte Adresse selbst ein.
Wenn du einen eigenen Code erstellst, lege zunächst fest, was der Empfänger nach dem Scannen sehen soll. Prüfe anschließend den gesamten Ablauf auf dem Handy: nicht nur das Auslesen des Codes, sondern auch die Funktion und Lesbarkeit der Zielseite.
