Google Search Console: Was ist das?

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Kurz erklärt: Google Search Console ist ein kostenloses Tool von Google. Es zeigt, wie deine Website in der Suche abschneidet und ob Google ihre Seiten lesen und indexieren kann. Du kannst damit Suchanfragen, die zu deiner Website führen, Klicks aus den Suchergebnissen und technische Probleme prüfen. Ein Konto allein verbessert weder die Platzierung noch garantiert es die Indexierung. Das Tool hilft dir aber, Verbesserungsbedarf zu erkennen.

Wozu dient Google Search Console?

Search Console richtet sich an Websitebetreiber, Redakteure, Marketingfachleute und Personen, die für die technische Wartung einer Website zuständig sind. Du musst nicht programmieren können, um zu prüfen, welche Inhalte Nutzer über Google auf deine Website bringen. Um bestimmte Fehler zu beheben, brauchst du allerdings möglicherweise Hilfe vom Administrator oder vom Entwickler der Website.

Das Tool beantwortet vor allem drei Fragen: Kennt Google deine Seiten, bei welchen Suchanfragen werden sie angezeigt und gibt es Hindernisse, die ihre Anzeige erschweren? Indexierung bedeutet, dass der Inhalt einer Seite analysiert und Informationen darüber im Index von Google gespeichert werden. Diesen Index nutzt die Suchmaschine, um Suchergebnisse zusammenzustellen.

Search Console ist keine Voraussetzung dafür, dass deine Website bei Google erscheint. Die Suchmaschine kann sie selbst entdecken, beispielsweise über Links auf anderen Websites. Das Tool liefert dir jedoch Diagnosedaten, die du nicht erhältst, indem du lediglich die Adresse in die Suchmaschine eingibst.

Welche Daten und Probleme kannst du prüfen?

Für den Einstieg sind drei Bereiche hilfreich: der Leistungsbericht, der Bericht zur Seitenindexierung und die Prüfung einer einzelnen URL, also einer Seitenadresse.

Im Leistungsbericht siehst du unter anderem:

Du kannst die Daten nach Suchanfragen, Seiten, Ländern oder Geräten auswerten. Die Liste der Suchanfragen enthält nicht sämtliche Suchvorgänge: Einige Daten werden aus Datenschutzgründen ausgelassen. Die Berichte liefern zudem keine Echtzeitdaten.

Der Indexierungsbericht hilft dir zu erkennen, welche Adressen in den Index aufgenommen wurden und welche nicht. Dazu zeigt er die von Google angegebenen Gründe. Nicht jede ausgeschlossene Adresse deutet auf einen Fehler hin. Eine Seite, die auf eine andere weiterleitet, oder ein Duplikat von Inhalten sollte häufig nicht separat indexiert werden.

Die Prüfung einer URL liefert Informationen zu einer bestimmten Seite. Du kannst außerdem testen, ob sie aktuell für Google zugänglich ist. Ein positives Testergebnis bedeutet jedoch nicht, dass die Adresse mit Sicherheit in den Index aufgenommen oder in den Suchergebnissen sichtbar wird.

Weitere Berichte betreffen unter anderem die Sicherheit, manuelle Maßnahmen von Google wegen Richtlinienverstößen sowie Core Web Vitals — Kennzahlen zur Ladeleistung, Reaktionsfähigkeit und visuellen Stabilität einer Seite. Ob bestimmte Berichte verfügbar sind, hängt von der Website und der Menge der gesammelten Daten ab.

Wie fügst du eine Website hinzu und bestätigst den Zugriff?

Nachdem du dich mit deinem Konto bei Google angemeldet hast, fügst du eine Property hinzu. Damit ist die Website oder der Bereich von Adressen gemeint, den du überwachen möchtest. Es gibt zwei grundlegende Varianten:

VarianteWas sie umfasstWie du den Zugriff bestätigst
DomainDie gesamte Domain, ihre Subdomains sowie die Versionen mit HTTP und HTTPSÜber einen Eintrag im DNS
Präfix einer URLAdressen, die mit dem angegebenen Präfix beginnen, z. B. https://example.com/Mit einer der verfügbaren Methoden, z. B. einer Datei im Format HTML oder einem Tag auf der Seite

Wenn du die gesamte Domain verwaltest und Zugriff auf ihre Einstellungen hast, vereinfacht die Domain-Variante meist die Überwachung. Für die Verifizierung fügst du den von Google vorgegebenen Eintrag im DNS hinzu — dem System, das die Einstellungen der Domain speichert. Den Eintrag legst du bei dem Anbieter an, der das DNS betreibt. Das ist nicht immer das Unternehmen, bei dem du die Domain gekauft hast.

Nach der Verifizierung kannst du eine Sitemap einreichen. Das ist eine Datei mit den Adressen der Seiten, die die Suchmaschine entdecken soll. Viele Content-Management-Systeme erzeugen eine solche Datei automatisch. Eine Sitemap erleichtert das Auffinden von Adressen, erzwingt aber keine Indexierung.

Entferne das Element, mit dem du die Inhaberschaft bestätigt hast, nicht. Gewähre Mitarbeitern über die Berechtigungseinstellungen Zugriff, statt dein Kontopasswort weiterzugeben. Informiere dich in der offiziellen Hilfe zu Search Console über die aktuellen Verifizierungsmethoden und Anforderungen, da sich die Benutzeroberfläche ändern kann.

Wie nutzt du die Daten für eine konkrete Entscheidung?

Angenommen, du betreibst die Website eines Renovierungsunternehmens. Eine Unterseite zum Streichen von Wohnungen hat viele Impressionen, aber wenige Klicks. Das beweist noch nicht, dass ihr Titel schlecht ist: Die Ursache kann eine niedrige Position, eine mangelnde Übereinstimmung mit der Suchanfrage oder die Darstellung der Suchergebnisse sein.

Gehe in wenigen Schritten vor:

  1. Wähle im Leistungsbericht diese Unterseite aus und prüfe, bei welchen Suchanfragen sie erscheint.
  2. Beurteile, ob der Inhalt die Bedürfnisse erfüllt, die aus diesen Suchanfragen hervorgehen, etwa Fragen zum Leistungsumfang oder zu einem Kostenvoranschlag.
  3. Prüfe, ob der Seitentitel die Dienstleistung klar und passend zum Inhalt beschreibt.
  4. Vergleiche nach den Änderungen ähnliche Zeiträume. Berücksichtige dabei saisonale Einflüsse und Veränderungen der durchschnittlichen Position.

Wenn die Unterseite überhaupt nicht im Bericht erscheint, prüfe zunächst ihre URL und ihren Indexierungsstatus. Verbesserte Überschriften beseitigen keine versehentliche Zugriffssperre für den Suchmaschinen-Crawler.

Wie unterscheidet sich Search Console von Google Analytics?

Search Console beschreibt vor allem die Präsenz deiner Website bei Google: Impressionen, Suchanfragen, Klicks und den Indexierungsstatus. Google Analytics dient hauptsächlich dazu, das Verhalten der Nutzer auf der Website zu analysieren, beispielsweise welche Seiten sie ansehen und welche Aktionen sie ausführen.

Die Klickzahlen in Search Console müssen nicht mit der Anzahl der Sitzungen in Analytics übereinstimmen. Die Tools messen unterschiedliche Ereignisse. Außerdem beeinflussen unter anderem die Messkonfiguration und die Einwilligungen der Nutzer die Daten in Analytics. Um seine grundlegenden Daten zu sammeln, benötigt Search Console keinen installierten Analysecode.

Verifiziere zum Einstieg deine Website und prüfe eine besonders wichtige Adresse — die Startseite, eine Angebotsseite oder einen zentralen Artikel. Ihr Indexierungsstatus und die Daten zu Suchanfragen helfen dir, eine erste Aufgabe festzulegen, statt die gesamte Website aufgrund von Vermutungen zu verändern.

Siehe auch: Was ist ein CDN?

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