Was ist Hosting und worauf kommt es an?
Autor: Redaktion Domeny.ForSale Veröffentlicht
Kurz erklärt: Hosting stellt Serverressourcen bereit, damit eine Website für Besucher erreichbar ist. Dort werden die Dateien der Website und je nach Paket auch ihre Datenbank und E-Mails gespeichert. Die Domain ist die Adresse der Website; das Hosting bietet den Speicherplatz und die technische Umgebung für ihren Betrieb.
Wie funktioniert Webhosting?
Ein Server ist ein Computer oder eine Computerumgebung, die Anfragen über ein Netzwerk verarbeitet. Wenn jemand eine Website im Browser öffnet, liefert der Server die benötigten Inhalte: Texte, Bilder, Styles und Skripte. Bei einer Website auf Basis von WordPressie führt er außerdem Software aus, die auf die Datenbank zugreift und die Antwort für den Nutzer zusammenstellt.
Wenn du Hosting buchst, kaufst du normalerweise keinen physischen Computer. Du erhältst Zugang zu bestimmten Ressourcen und Werkzeugen, etwa einer Verwaltungsoberfläche, einem Anwendungsinstaller oder Funktionen zum Anlegen von E-Mail-Postfächern. Der Anbieter betreibt die Infrastruktur. In welchem Umfang er auch für Software und Sicherheit verantwortlich ist, hängt jedoch von der gebuchten Leistung ab.
Hosting bedeutet nicht automatisch, dass auch die Website erstellt wird. Ein leeres Hostingpaket lässt sich mit gemieteten Räumen vergleichen: Der Platz steht bereit, aber die Einrichtung musst du selbst übernehmen oder einen Dienstleister damit beauftragen.
Hosting, Domain und HTTPS — drei verschiedene Elemente
Eine Domain ist eine lesbare Adresse, zum Beispiel beispielfirma.pl. DNS, das Domain Name System, hilft dem Browser zu ermitteln, mit welchem Server er sich verbinden soll. Domain und Hosting können bei unterschiedlichen Anbietern gebucht werden. Dann musst du die passenden DNS-Einträge nach den Anweisungen des Betreibers einrichten.
HTTPS ermöglicht eine verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Server. Dafür ist ein gültiges TLS-Zertifikat nötig, das häufig noch als SSL-Zertifikat bezeichnet wird. Ein Zertifikat ersetzt kein Hosting und bestätigt für sich genommen auch nicht die Seriosität des Websitebetreibers.
Ein Beispiel: Für die Website eines Friseursalons registrierst du eine Domain, wählst ein Hostingpaket und legst dort die Website mit der Preisliste ab. Anschließend richtest du die Domain so ein, dass sie auf den Server verweist, und aktivierst HTTPS. Das Postfach kontakt (at) przykladowafirma.pl kann im selben Paket oder bei einem separaten E-Mail-Dienst betrieben werden.
Wenn du einen Websitebaukasten oder eine Shopplattform nutzt, ist das Hosting manchmal im Abonnement enthalten. Ein separates Paket kann dann überflüssig sein, während die eigene Domain häufig zusätzlich bezahlt werden muss.
Welche Hostingarten stehen zur Wahl?
Gleichlautende Angebotsbezeichnungen stehen nicht immer für denselben Leistungsumfang. Entscheidend ist, wer die Umgebung verwaltet, welche Ressourcen verfügbar sind und welche Einschränkungen der Anbieter vorgibt.
| Art der Leistung | Was du erhältst | Wann sie infrage kommt |
|---|---|---|
| Shared Hosting | Ein Konto in einer Umgebung, deren Ressourcen sich mehrere Kunden teilen | Einfache Firmenwebsite, Blog oder kleine Website |
| VPS | Eine abgegrenzte virtuelle Serverumgebung mit mehr Kontrolle | Anwendung mit eigener Konfiguration, sofern die Administration sichergestellt ist |
| Dedizierter Server | Ein physischer Server für einen einzigen Kunden | Projekt mit besonderen Anforderungen an Ressourcen oder Konfiguration |
| Managed Hosting | Eine Leistung mit festgelegtem Umfang der Betreuung von Umgebung oder Anwendung | Wenn du weniger technische Arbeiten selbst übernehmen möchtest |
Managed Hosting kann auf unterschiedlichen Infrastrukturtypen basieren. Die Bezeichnung „WordPress“ allein garantiert weder Plugin-Updates noch die Beseitigung von Schadsoftware oder Hilfe bei Websitefehlern. Diese Aufgaben sollten im Angebot ausdrücklich beschrieben sein.
„Cloud-Hosting“ beschreibt, wie die Infrastruktur organisiert ist. Der Begriff sagt aber nicht aus, ob Ressourcen automatisch erweitert werden oder die Umgebung gegen Ausfälle abgesichert ist. Prüfe deshalb die konkreten Mechanismen und Abrechnungsregeln, statt allein nach der Bezeichnung zu entscheiden.
Auf welche Hostingmerkmale solltest du achten?
Der Speicherplatz ist nur eines von mehreren Kriterien. Eine Website kann wenig Platz beanspruchen und trotzdem langsam laufen, weil Rechenleistung, Arbeitsspeicher oder die Zahl gleichzeitig ausführbarer Prozesse begrenzt sind.
Prüfe vor der Buchung:
- Anforderungen der Anwendung: unterstützte Versionen von PHP, der Programmiersprache, die m.in. von WordPress verwendet wird, sowie verfügbare Datenbanken und benötigte Erweiterungen.
- Ressourcenlimits: RAM, Prozessorleistung, Anzahl der Prozesse und Dateilimits. Steht im Angebot „unbegrenzt“, lies die Nutzungsbedingungen.
- Datentransfer: die Datenmenge, die vom Server und zum Server übertragen wird, sowie mögliche Einschränkungen oder Zusatzkosten.
- Backups: Häufigkeit, Aufbewahrungsdauer, gesicherte Daten und Kosten einer Wiederherstellung.
- E-Mail: Anzahl und Größe der Postfächer sowie Versandlimits, falls E-Mail im Paket enthalten sein soll.
- Technischer Support: Erreichbarkeitszeiten, Kontaktmöglichkeiten und Umfang der Unterstützung.
- Verlängerungskosten: den Preis nach Ende der Aktion sowie Gebühren für Zusatzleistungen, Migration und Zertifikat.
Überprüfe die aktuellen Limits und Preise anhand der offiziellen Leistungsbeschreibung, Preisliste und Vertragsbedingungen des Anbieters. Prüfe bei Angaben zur Verfügbarkeit auch das SLA: Diese Vereinbarung legt das garantierte Leistungsniveau und eine mögliche Entschädigung fest. Sie verspricht jedoch keinen vollständig störungsfreien Betrieb.
Wie wählst du Hosting für deine erste Website?
Für eine kleine Website eines Dienstleistungsbetriebs mit Kontaktformular ist Shared Hosting, das die Anforderungen des gewählten Systems erfüllt, ein vernünftiger Einstieg. Ein VPS ist nicht zwangsläufig schneller oder komfortabler: Ohne betreute Administration musst du dich selbst um Konfiguration, Updates und Absicherung des Servers kümmern.
Bei einem Onlineshop zählen nicht nur die Anzahl der Produkte, sondern auch Besucheraufkommen, Integrationen und die Last während des Bestellvorgangs. Teile dem Anbieter vor der Paketwahl die Softwareanforderungen mit und frage, ob sich die Ressourcen ohne aufwendigen Umzug erweitern lassen.
Sorge nach dem Start der Website für Updates, starke Passwörter und eine eigene Datensicherung außerhalb des Hostingkontos. Die Backups des Anbieters sind nützlich, aber du solltest schon vorher wissen, welche Daten sie enthalten und wie eine Wiederherstellung möglich ist.
Halte zunächst drei Punkte fest: Mit welchem System soll die Website entstehen, brauchst du E-Mail und wer übernimmt die technische Betreuung? Mit dieser Liste kannst du Pakete leichter vergleichen, ohne für Funktionen zu bezahlen, die du nicht nutzt.
Siehe auch: Was ist ein AI-Agent?
