Microsoft Edge: Funktionen und Einsatz

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Kurz erklärt: Microsoft Edge ist ein Webbrowser von Microsoft — ein Programm zum Öffnen von Webseiten, zum Nutzen von Webmail, zum Ansehen von Videos und zum Arbeiten mit Online-Anwendungen. Er ist in Windows standardmäßig verfügbar, lässt sich aber auch auf anderen unterstützten Computern und Mobilgeräten nutzen. Edge ist keine Suchmaschine, und du musst ihn nicht verwenden: Du kannst ihn neben Chrome, Firefox oder Safari nutzen.

Wozu dient Microsoft Edge?

In Edge gibst du eine Webadresse oder eine Suchanfrage in die Leiste oben im Fenster ein. Bei einer Adresse öffnet der Browser die entsprechende Website; eine Frage leitet er an die eingestellte Suchmaschine weiter. Außerdem kannst du mehrere Seiten in eigenen Tabs öffnen, Favoriten speichern und Dateien herunterladen.

Browser und Suchmaschine sind unterschiedliche Werkzeuge. Edge ist die Anwendung, mit der du Webseiten ansiehst. Bing oder Google sind dagegen Dienste, die dir helfen, Seiten zu finden. Bing ist in Edge häufig als Standardsuchmaschine eingestellt, doch in den Einstellungen kannst du eine andere auswählen. Dafür musst du nicht den Browser wechseln.

Edge ist auch nicht mit Internet Explorer gleichzusetzen, dem älteren Browser von Microsoft. Es handelt sich um ein eigenständiges Produkt. In Unternehmensumgebungen kann Edge einen speziellen Kompatibilitätsmodus für ältere Anwendungen bereitstellen. Für das alltägliche Surfen benötigen die meisten Nutzer diesen jedoch nicht.

Was haben Edge und Chrome gemeinsam?

Die heutige Desktop-Version von Edge basiert auf Chromium, einem offenen Projekt, das auch die Grundlage von Google Chrome bildet. Durch diese gemeinsame Basis unterstützen beide Browser viele Websites und Webtechnologien auf ähnliche Weise. Das bedeutet aber nicht, dass sie dasselbe Programm sind.

Microsoft und Google ergänzen jeweils ihre eigene Benutzeroberfläche, Dienste, Einstellungen und Funktionen. Edge ist stärker mit dem Konto und den Werkzeugen von Microsoft verbunden, Chrome dagegen mit den Diensten von Google. Die Unterschiede zeigen sich besonders bei der Datensynchronisierung und der täglichen Arbeit mit Tabs.

Edge unterstützt viele Erweiterungen, die für Chromium-basierte Browser entwickelt wurden. Eine Erweiterung ist ein Zusatz, der eine neue Funktion bereitstellt, etwa die Einbindung eines Passwortmanagers. Installiere nur benötigte Erweiterungen aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfe ihre Berechtigungen — manche können die Inhalte besuchter Seiten lesen.

Es gibt keinen Grund, Edge grundsätzlich für schneller oder ressourcenschonender als Chrome zu halten. Das Ergebnis hängt von der Hardware, der Anzahl der Tabs, den Erweiterungen und den geöffneten Seiten ab. Am aussagekräftigsten ist ein Test auf deinem eigenen Gerät mit vergleichbaren Aufgaben.

Welche Funktionen können im Alltag helfen?

Neben dem einfachen Öffnen von Webseiten bietet Edge Werkzeuge, die beim Lernen und Arbeiten nützlich sein können. Welche Optionen verfügbar sind, kann vom Betriebssystem, der Programmversion, der Region und den vom Administrator festgelegten Richtlinien abhängen.

In Edge kannst du auch auf eine Integration von Copilot stoßen, einem Assistenten, der künstliche Intelligenz nutzt. Der Umfang dieser Integration verändert sich. Prüfe deshalb die aktuellen Funktionen und Nutzungsbedingungen in der offiziellen Hilfe von Microsoft. Die Antworten des Assistenten müssen überprüft werden, insbesondere bei Fragen zu Gesundheit, Recht oder Geld.

Datenschutz und Sicherheit: Was solltest du prüfen?

Edge verfügt über Mechanismen zur Einschränkung von Tracking sowie über Microsoft Defender SmartScreen, der vor verdächtigen Seiten und Downloads warnt. Solche Schutzfunktionen verringern das Risiko, garantieren aber nicht, dass jede besuchte Website oder heruntergeladene Datei sicher ist.

InPrivate ist ein Browsermodus, bei dem nach dem Schließen aller zugehörigen Fenster der Verlauf dieser Sitzung nicht lokal gespeichert bleibt und die zugehörigen Websitedaten gelöscht werden. Er gewährleistet keine Anonymität gegenüber dem Internetanbieter, dem Arbeitgeber oder dem besuchten Dienst. Heruntergeladene Dateien und gespeicherte Favoriten bleiben auf dem Gerät.

Bevor du Edge im Alltag nutzt, sieh dir die Einstellungen für Datenschutz und Synchronisierung sowie die Websiteberechtigungen für Kamera, Mikrofon, Standort und Benachrichtigungen an. Sei auf einem gemeinsam genutzten Computer besonders vorsichtig beim Speichern von Passwörtern. Auf einem Firmengerät können manche Optionen vom Administrator vorgegeben sein.

Wie prüfst du, ob Edge zu dir passt?

Angenommen, du arbeitest mit Windows, nutzt Outlook im Browser, öffnest PDF-Dokumente und hast meist etwas mehr als zehn Tabs geöffnet. Edge könnte zu dieser Arbeitsweise passen. Entscheidend sollten aber der Bedienkomfort und die Kompatibilität mit deinen Diensten sein — nicht allein die Tatsache, dass das Programm bereits auf dem System vorhanden ist.

Probiere Edge aus, ohne deinen bisherigen Browser zu entfernen:

  1. Aktualisiere Edge und öffne die Seiten, die du am häufigsten nutzt.
  2. Prüfe die Anmeldung, Videoanrufe, Dateidownloads und benötigte Erweiterungen.
  3. Stelle deine bevorzugte Suchmaschine ein und sieh dir die Datenschutzoptionen an.
  4. Entscheide erst nach einem erfolgreichen Test, ob du Favoriten importieren und Edge als Standardbrowser festlegen möchtest.

Erledige zum Einstieg eine typische Aufgabe in Edge — etwa die Arbeit mit E-Mails und einem PDF-Dokument. So kannst du beurteilen, ob der Browser für dich nützlich ist, ohne gleich alle Daten zu übertragen.

Siehe auch: Was ist Brave?

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