Was ist Shopify und wie funktioniert es?

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Kurz erklärt: Shopify ist eine Plattform, mit der du gegen eine Abogebühr einen Onlineshop erstellen und betreiben kannst. Sie bietet Hosting, eine Verwaltungsoberfläche für Produkte und Funktionen zur Bestellabwicklung. Dein Angebot und den Verkauf musst du jedoch selbst organisieren. Du kannst eine eigene Domain mit dem Shop verbinden, auch wenn du sie bei einem anderen Anbieter gekauft hast. Alternativen sind unter anderem WooCommerce, PrestaShop, Shoper und IdoSell.

Wie Shopify funktioniert und was das Abo bietet

Shopify funktioniert nach dem SaaS-Modell: Die Software wird als Dienst über das Internet bereitgestellt. Statt einen Shop auf einem eigenen Server zu installieren, legst du ein Konto an und nutzt die Verwaltungsoberfläche im Browser. Der Anbieter betreibt die Infrastruktur der Plattform und aktualisiert ihre Basissoftware.

In der Verwaltungsoberfläche fügst du Produkte, Bilder, Preise und Varianten hinzu, beispielsweise T-Shirt-Größen. Das Aussehen des Shops gestaltest du mit einem Theme, also einer fertigen Designvorlage. Anschließend richtest du Zahlungen und Versand ein. Außerdem stehen Werkzeuge zur Verwaltung von Bestellungen, Kunden und Werbeaktionen zur Verfügung.

Shopify ist allerdings kein Marktplatz wie Allegro, auf dem viele Händler ihre Angebote gemeinsam präsentieren. Du erstellst einen eigenen Shop und musst Kunden dorthin bringen. Das Abo allein sorgt weder für Besucher noch für Verkäufe oder Sichtbarkeit bei Google.

Der Funktionsumfang hängt vom Tarif und den verwendeten Apps ab, also Erweiterungen, die zusätzliche Funktionen bereitstellen. Ein fertiges Theme beschleunigt den Start der Website. Ein spezieller Produktkonfigurator oder eine umfangreiche Anbindung an ein Lagerverwaltungssystem kann jedoch zusätzliche Werkzeuge und die Arbeit einer Fachkraft erfordern.

Was der Betrieb eines Shops kostet

Die Kosten für Shopify beschränken sich nicht auf das Abo. Bei der Budgetplanung musst du auch die Zahlungsabwicklung, die Domain sowie gegebenenfalls ein kostenpflichtiges Theme und Apps berücksichtigen. Hinzukommen können Ausgaben für die Einrichtung, die Erstellung von Inhalten, Werbung und Anbindungen an Buchhaltung, Lagerverwaltung oder Paketdienste.

Ein Shop für handgefertigte Kerzen kann beispielsweise mit einem einfachen Theme und einem kleinen Sortiment starten. Benötigt er jedoch individuell zusammengestellte Geschenksets, automatische Rechnungen und Versand in viele Länder, können Erweiterungen und Konfiguration den finanziellen Aufwand deutlich erhöhen. Vergleiche deshalb die Gesamtkosten der benötigten Lösung und nicht nur den günstigsten Tarif.

Aktuelle Preise, Tarifgrenzen, Zahlungsbedingungen und mögliche zusätzliche Transaktionsgebühren findest du in der offiziellen Preisübersicht und der Dokumentation von Shopify. Welche Zahlungsanbieter und Funktionen verfügbar sind, kann vom Land abhängen, in dem du tätig bist. Gehe auch nicht davon aus, dass eine bestimmte polnische Integration verfügbar oder im Abo enthalten ist. Lass dir das vom jeweiligen Anbieter bestätigen.

Kannst du eine eigene Domain verbinden?

Ja, ein Shopify-Shop kann unter einer eigenen Domain erreichbar sein. Du musst sie dafür nicht zu Shopify umziehen: Sie kann beim bisherigen Registrar bleiben, also bei dem Unternehmen, das ihre Registrierung und Verlängerung abwickelt. Die Domaingebühren zahlst du dann weiterhin an diesen Anbieter.

Für die Verbindung änderst du die DNS-Einträge. Diese legen fest, auf welche Dienste die Domain verweist. Üblicherweise gehst du so vor:

  1. Füge deine Domain in den Domaineinstellungen des Shopify-Shops hinzu.
  2. Entnimm die erforderlichen DNS-Einträge der aktuellen Anleitung der Plattform.
  3. Ändere die entsprechenden Einträge in der Verwaltungsoberfläche des Anbieters, der das DNS deiner Domain verwaltet.
  4. Warte, bis sich die Änderungen verbreitet haben, und bestätige die Verbindung in Shopify.
  5. Lege die primäre Adresse fest und prüfe, ob die Domain mit und ohne www sowie die Verbindung über HTTPS funktionieren.

Übernimm keine Eintragswerte aus einer veralteten Anleitung, sondern verwende die von Shopify angegebenen Werte. Fehlerhafte oder widersprüchliche Einträge können verhindern, dass der Shop korrekt verbunden wird.

Die Verbindung der Website bedeutet keinen Umzug der E-Mails. Wenn du unter dieser Domain bereits eine geschäftliche E-Mail-Adresse nutzt, behalte die für den E-Mail-Verkehr zuständigen Einträge bei, insbesondere MX und die erforderlichen TXT-Einträge. Shopify ersetzt nicht automatisch den Dienst für dein E-Mail-Postfach. Sichere vor den Änderungen die aktuelle DNS-Konfiguration.

Welche Alternativen zu Shopify gibt es?

Der wichtigste Unterschied liegt darin, wer für den technischen Betrieb des Shops verantwortlich ist. Du kannst einen Abodienst wählen oder eine Software, die auf einem Hosting deiner Wahl installiert wird.

LösungFunktionsweiseWas du vor der Auswahl prüfen solltest
ShopifyAboplattform mit HostingKosten für Apps, Zahlungsabwicklung und benötigte Integrationen
Shoper oder IdoSellShopplattformen als DienstleistungTarifumfang, Integrationen und Servicebedingungen
WooCommerceShoperweiterung für WordPressHosting, Updates, Sicherheit und Wartung der Plugins
PrestaShopSoftware zur Installation auf einem HostingKosten für Einrichtung, Module und technische Betreuung

WooCommerce und PrestaShop geben dir mehr Kontrolle über die technische Umgebung deines Shops, bringen aber auch mehr technische Aufgaben mit sich. Eine kostenlos verfügbare Basissoftware bedeutet nicht, dass der Betrieb des Shops kostenlos ist. Eine Aboplattform nimmt dir dagegen einen Teil der Administration ab, bindet den Shop jedoch an die Regeln und Möglichkeiten des jeweiligen Dienstes.

So prüfst du, ob Shopify zu deinem Shop passt

Shopify ist eine sinnvolle Option, wenn du einen eigenen Shop starten möchtest, ohne einen Server zu administrieren, und laufende Gebühren akzeptierst. Weniger eindeutig ist die Wahl, wenn dein Verkaufsprozess viele besondere Funktionen erfordert oder eine entscheidende Integration fehlt.

Teste vor der Entscheidung einen realistischen Ablauf: Füge ein Produkt mit Varianten hinzu, richte die benötigte Versandart ein und prüfe die Zahlung sowie die Übergabe der Bestellung an die Buchhaltung. Prüfe auch, ob du die benötigten Daten bequem exportieren kannst, falls du später die Plattform wechseln möchtest.

Erstelle eine Liste der Funktionen, die du für den ersten Verkauf brauchst, und berechne deren monatliche Gesamtkosten für zwei ausgewählte Lösungen. Ein solcher Test ist aussagekräftiger als ein reiner Vergleich der Designvorlagen.

Siehe auch: Was ist Linux?

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